Feststellanlagen

Die Anforderungen des VdS Merkblattes 2234 für Komplextrennwände machen es deutlich: Gerade in den Komplextrennwänden, an die höchste Anforderungen gestellt werden, verlangt das Merkblatt beim Einbau von Feuerschutzabschlüssen zugleich auch den Einbau von Feststellanlagen.

Diese Anforderung ist dadurch begründet, dass in der Praxis bei häufig frequentierten Abschlüssen der berühmte Keil – also das Offenhalten der Abschlüsse mit unzulässigen Maßnahmen – so gut wie nicht verhindert werden kann. Weil dem so ist, will man bei den besonders wichtigen Komplextrennwänden ein unzulässiges Offenhalten gar nicht erst riskieren und verlangt von vornherein bauaufsichtlich zugelassene Feststellanlagen.

Nach Meinung des Verfassers gilt dies sinngemäß auch für alle anderen Feuer­ und Rauchschutzabschlüsse sowie für sonstige Türen, die selbstschließend sein müssen.

Wenn

  • z.B. bei häufig frequentierten Abschlüssen
  • die Gefahr besteht, dass sie unzulässig offen gehalten werden,

sollten von vornherein fachgerechte und bauaufsichtlich zulässige Feststellanlagen eingeplant werden. Das spart Geld, Zeit, Ärger und verbessert den Brandschutz. Demnach sind fachgerechte Feststellanlagen Bauprodukte, deren Verwendung bei selbstschließenden Türen ausdrücklich erwünscht ist, wenn die Gefahr eines nicht fachgerechten und damit unzulässigen Offenhaltens besteht.

Damit die Feststellanlagen jedoch wie gewünscht funktionieren und die Eigenschaft selbstschließend garantieren, müssen sie einen bauaufsichtlich zulässigen Verwendbarkeitsnachweis (in der Regel Zulassung) haben und fachgerecht eingebaut und betrieben werden.